Der Mythos der zentimetergenauen Handy-Fotos
Oft wird in Ausschreibungen gefordert: "Zentimetergenaue Fotodokumentation der Rohranlage". Ein modernes Smartphone (egal ob iPhone oder Samsung) nutzt für sein GPS-Signal jedoch L1-Satellitenfrequenzen. Unter freiem Himmel erreicht ein Smartphone bestenfalls eine Genauigkeit von 3 bis 5 Metern. In Häuserschluchten (Urban Canyons) oder bei starker Bewölkung können es schnell 15 Meter Abweichung sein. Für eine grobe Zuordnung im GIS reicht das oft, für eine amtliche Vermessung nicht.
Die Rolle von RTK-Antennen (GNSS)
Soll die Lage der Leitung exakt (± 2 cm) ins GIS-System eingemessen werden, führt kein Weg an einem Rover-Stab mit einer RTK-GNSS Antenne vorbei. Diese empfängt Korrekturdaten über das Mobilfunknetz.
- Smartphone-Bilder dienen als Beweis der Bauweise (ZTV43).
- RTK-Einmessungen dienen der Lagebestimmung für den Netzbetreiber.
- Die Königsdisziplin: Moderne Apps verknüpfen per Bluetooth die RTK-Antenne mit dem Smartphone, um dem Foto echte cm-Genauigkeit in die EXIF-Daten zu schreiben.
Kontext ist wichtiger als Millimeter
Oft reicht die normale Smartphone-Genauigkeit für die reine Beweisführung völlig aus, WENN der visuelle Kontext stimmt. Ein gutes Baufoto zeigt markante Orientierungspunkte (Hauskanten, Gullydeckel, Laternen). TekEx sichert die Fotos mit den bestmöglichen Smartphone-Koordinaten, brennt diese samt Zeitstempel direkt ins Bild und verknüpft sie logisch mit der Bauakte. So entsteht auch ohne teure Hardware eine gerichtsfeste Doku.
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Häufige Fragen (FAQ)
Wie genau ist das GPS eines Smartphones?
Unter optimalen Bedingungen erreicht ein Smartphone eine GPS-Genauigkeit von 3 bis 5 Metern. In dicht bebauten Gebieten kann die Abweichung deutlich höher ausfallen.
Was ist RTK im Tiefbau?
RTK (Real-Time Kinematic) ist ein Verfahren zur Präzisierung von Satellitennavigationssignalen (GNSS). Damit lassen sich im Tiefbau zentimetergenaue Vermessungen der Leitungen durchführen.
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